Liebe deinen Nächsten – Und wie soll man das anstellen?

Liebe deinen Nächsten heißt es. Schön und gut, dass mag ja sehr schön klingen, aber wie soll man sich das denn bitte vorstellen? Wie soll man das genau in die Praxis umsetzen? Besonders wo diese Welt nicht unbedingt die freundlichsten, nettesten und hilfsbereitesten belohnt. Besonders die Menschen nicht.

Schauen wir uns das Gebot erst einmal vollständig an:

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

Die erste Frage die wir uns hier stellen müssen ist folgende:

Liebst du dich selbst? Empfindest du Liebe für dich?

Ist die Antwort ein klares Ja, dann Glückwunsch! Sollte die Antwort jedoch Nein sein, wird es schon komplizierter. Denn in der Regel behandeln wir andere Menschen so, wie wir uns selbst behandeln. Wir können also oft einfach daran ablesen, was jemand wirklich von sich selbst hält, davon ausgehend, wie diese Person mit anderen Menschen und seiner Umwelt umgeht. Und im schlimmsten Fall, wäre deren Credo fast schon als „Hasse deinen Nächsten wie dich selbst.“ zu beschreiben. Ich hoffe dies trifft auf keinen oder zumindest die wenigsten der Leser zu.

Aus dem Gebot:

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

…leitet sich also noch ein anderes darin verborgenes Gebot ab.

Liebe dich selbst.

Um dieses Gebot zu erfüllen um dann das eigentliche zu erfüllen, hilft es oft zu wissen, dass auch unser Schöpfer uns und damit auch dich liebt, unabhängig ob wir das immer wahrnehmen oder nicht. Glaubst du das? Das unser Schöpfer dich liebt und wertschätzt? Falls du dir unsicher bist, schaue hier kurz einmal rein!

Wenn du es erst einmal geschafft hast, Wertschätzung und Liebe für dich selbst zu entdecken, haben wir die Grundlage für dieses Gebot geschaffen.

Denn eine Kerze die selbst nicht brennt, kann weder den Raum erleuchten, noch andere Kerzen anstecken um auch diese zum leuchten zu bringen.

Wenn wir die Grundlage dafür geschaffen haben, können wir uns nun anschauen, was Liebe deinen Nächsten im Alltag bedeutet.

(Beachte jedoch, dass es möglich ist, dass sich Menschen aus deinem Leben entfernen könnten, wenn diese sich nicht lieben und daher mit deiner Art und deinem Verhalten nichts anfangen können. Diese Personen werden gehen, sich nicht mehr melden oder dich schlichtweg von nun an ignorieren. Doch habe keine Angst, es werden andere Menschen in dein Leben treten.)

Es bedeutet auf keinen Fall bloße Theorie, es bedeutet aktives Leben und aushandeln dessen. Es bedeutet, helfe wo du helfen kannst, vergebe wo du vergeben kannst, schlichte Streit wo du ihn schlichten kannst. Es bedeutet das Leid eines anderen als dein eigenes zu betrachten und dieser Person dabei zu helfen, sein Leid zu überwinden. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, bedeutet anderen deine Hand zu reichen. Und selbst wenn sie diese 6 mal wegschlagen, reiche sie auch ein siebentes Mal hin. Denn wie oft hast du schon Hilfe aus eigenem Stolz abgelehnt obwohl du sie doch eigentlich wirklich wolltest oder nötig hattest? Es bedeutet anderen dabei zu helfen, ein schönes Leben zu haben, anderen dabei zu helfen erfolgreich zu sein, anderen dabei zu helfen einen guten Partner zu finden und im Falle eines Streites auch beiden dabei helfen diesen zu überwinden.

Was ist der Sinn von diesem Gebot?

Nun, unser Schöpfer liebt uns und will das wir glücklich sind, dass wir hier unser eigenes Paradies neu erschaffen, und wie wäre das anders besser möglich, wenn wir andere lieben wie uns selbst? Wenn wir uns allen gegenseitig dabei helfen ein glückliches und sorgenfreies Leben zu leben?

Nicht umsonst sind wir viele und nicht nur einer, nicht umsonst sind wir alleine nicht lebensfähig. Wir brauchen einander. Doch erst wenn wenn wir einander lieben, uns helfen und für einander da sind; uns gegenseitig aus dem Schlamm ziehen, selbst dann wenn uns gar nicht bewusst ist, dass wir uns darin befinden, dann erfahren wir unter einander was es wirklich bedeutet wenn geschrieben steht:

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

Shalom und bis zum nächsten Mal!

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