Selbstlosigkeit – Warum wir alle mehr davon gebrauchen können

Selbstlosigkeit ist etwas das in Zeiten des Kapitalismus und Materialismus etwas immer selteneres geworden. Alles muss oft immer einen Selbstzweck erfüllen. „Was kein Profit bringt, bringt nichts.“ Ist ein passender Satz dazu.

Doch was macht das aus uns?

Es macht uns selbstsüchtig. Es bringt uns dazu, Menschen nach ihrem Vermögen, Besitz und Status zu bewerten. Das führt nicht nur zu sozialer Ungerechtigkeit, sondern unter anderem auch dazu, dass wir, für unser Leben, wertvolle Menschen nicht kennenlernen, da wir sie ignorieren, weil sie entweder nicht genug Geld haben, keinen Status bringenden Job haben oder nicht dies oder jenes haben. Der ein oder andere mag jetzt sagen: „Ja, aber so bin Ich ja zum Glück nicht.“ Manch einer mag dort vielleicht Recht haben, in diesem Fall Mazal Tov, Glückwunsch! Aber observiere dich und dein Verhalten vorher genau. Schau, ob du nicht doch hier und da, sowas in deinem Leben findest. Bei vielen wird dies der Fall sein.

Wenn wir andere Menschen nach diesen Dingen bewerten, dann treten wir nicht mit ihnen in Kontakt, weil wir sie kennenlernen möchten, haben keinen Kontakt mit ihnen weil wir sie mögen, viel mehr geht es uns dann darum, was wir durch sie für Vorteile erlangen können.

Wenn es uns dort bereits an Selbstlosigkeit mangelt, wie sehr mag es uns dann in Bezug auf unseren Schöpfer mangeln?

Wie viele Menschen werden religiös weil sie Angst vor dem Tod haben, Angst vor einem Fantasiegebilde das wir Hölle bezeichnen? Sehr viele wenden sich rein aus Selbstsüchtigen Gründen Gott zu. Die Motivation? Angst. Was sie wollen? Sicherheit, ein Paradies, nicht in die Hölle zu kommen und eine gewisse Belohnung, dafür das sie religiös geworden sind.

Doch Heil kann man nicht mit selbstsüchtigen Begierden durch Glauben an etwas „erkaufen“. Das Heil in uns, lässt sich nur erreichen, wenn wir in uns selbst gehen. Wenn wir aufrichtig sagen können:

„Mein Gott, Ich liebe dich von ganzen Herzen, doch nicht durch das was du mir geben kannst, sondern weil du bist und aus Dankbarkeit dafür das Ich bin. Ich möchte sein wie du, und ein Licht für andere sein, wie du es für mich bist!“

Selbstlosigkeit im Glauben, Selbstlosigkeit in dem Wissen um den Schöpfer, soll unser Lebensfundament sein. Mit diesem Fundament, haben wir das Werkzeug unseren Mitmenschen zu entgegnen so wie es ihnen gebührt, so dass sie alle wahrhaftig für uns unsere Brüder und Schwestern sind.

Wenn wir dies erreichen, sind wir wahrhaftige Kinder Gottes. Nicht das wir das sonst nicht wären, doch dann leben wir auch so. Aus dieser Selbstlosigkeit entfaltet sich dann die Nächstenliebe, die Fürsorge um die Armen und Kranken. Und dann begreifen wir, dass unser Leben nichts mit uns zutun hat, sondern mit jedem Menschen dessen Leben wir berühren.

Dann werden wir mehr und mehr empfangen um zu geben, statt zu empfangen um lediglich nur zu besitzen.

Denkt darüber nach!
Shabbat Shalom!

Ich wünsche euch einen schönen Tag und denkt darüber nach!

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