Herausforderungen und wie wir mit ihnen umgehen können

Herausforderungen sind Teil unseres Lebens. Egal wer jemand ist oder woher er kommt, kein Mensch kommt um die Herausforderungen, welche sich im Leben ergeben und unser Schöpfer uns gibt, um daran zu wachsen, vorbei. Sie gehören zum Leben wie das Schlafen, die Nahrungsaufnahme und das Atmen dazu.

Manche Herausforderungen sind kleiner, doch hin und wieder scheinen sie groß, größer als wir glauben sie bewältigen zu können. Wir fangen an zu zögern, zu zögern diese Herausforderung anzugehen und beginnen uns damit im Kreis zu drehen. Oft weil wir nicht wissen, wo wir genau anfangen sollen.

Ich stehe vor einem Berg, er scheint mir so riesig, dass Ich den Gipfel nicht erblicken kann. Ehrfurcht durchzieht meinen Körper und Ich spreche zum Schöpfer: „Schau doch wie klein Ich bin und schaue wie groß dieser Berg ist, den Ich zu überqueren habe. Wie kann Ich diesen Berg überwinden? Wo und wie soll Ich beginnen? Ist die Herausforderung, nicht zu groß für einen kleinen Menschen wie Ich es doch bin?

Vielleicht erkennt sich jemand in diesem Gleichnis zu einer bevorstehenden Herausforderung wieder. Ich bin mir so gesehen sogar sehr sicher, dass sich jeder irgendwo aus Erfahrungen in seinem Leben, bezüglich den Herausforderungen, denen er sich bisher stellen musste, darin wiederfindet.

Wir fühlen uns vielleicht wie Noach als Gott ihm auftrug die Arche zu bauen in einem Ausmaß, dass für einen kleinen Menschen sehr überwältigend erscheinen musste.

Vielleicht fühlen wir uns wie Mosche (Moses) als er vor dem Sinai stand und wusste, er muss dort rauf.

In den Psalmen lesen wir aus den Gedanken David’s, wir finden dort Psalmen in denen er vor großen Herausforderungen stand, in Bedrängnis vor seinen Feinden. Und vielleicht haben wir auch Psalm 22.2 mal in Gedanken gehabt, welcher da lautet:

אֵלִ֣י אֵ֭לִי לָמָ֣ה עֲזַבְתָּ֑נִי רָח֥וֹק מִֽ֝ישׁוּעָתִ֗י דִּבְרֵ֥י שַׁאֲגָתִֽי׃

(Eli, Eli lamah azav’tani rachok mischuati div’rey scha’aegati)

Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen? So weit weg meine Errettung! ; ist mein leidvolles Flehen!

(alternativ und korrekter auch: Mein Mächtiger)

Doch genau in Zeiten, in denen wir vor solchen Herausforderungen stehen und wir das Gefühl haben, Gott hat sich von uns entfernt ist er uns näher als wir glauben, still und schweigsam, liebevoll beobachtend, ob und wie wir diese Herausforderung meistern. Doch lässt Gott uns auch nicht im Stich, wenn wir bereit sind es in Gottes Hände zu legen.

Und Gott sprach zu mir als Ich vor dem Berge stand: “ Fürchte dich nicht, denn halte Ich dich nicht auf deinen Beinen? Halte Ich nicht die Gesetze der Natur in Gleichgewicht, auf das du atmen und leben kannst? Wie viel tue Ich für dich, wenn du dich in meine Hände legst?  Wisse, dass Ich dich auf jedem deiner Schritte und Taten begleite und wenn du mir vertraust, es alles zu deinem Besten geschehen wird.

Zu unserem Besten bedeutet vielleicht nicht immer, dass es das Ergebnis ist, dass wir erwarteten manchmal auch nicht das, welches wir uns wünschten. So kann der Wunsch nach einer glücklichen Beziehung die einen vollkommen erfüllt, während man in einer ist, zum Ende dieser Beziehung führen, welches notwendig ist, damit die Ereigniskette in Gang gesetzt werden kann, damit man die dafür richtige Person kennenlernt. Gott denkt in größeren Perspektiven, dessen sollten wir uns immer gewahr sein. Doch wir können vertrauen, wir können unsere Angelegenheiten und Herausforderungen in Gottes Hände legen und uns von Gott führen lassen.

(Anm. : Von Gott führen lassen bedeutet daher auch nicht von Rabbinern (so gut und weise sie auch sein können, obgleich ihre Ratschläge ein Wanderstock auf dem Weg sein können, den wir einschlagen.), Pfarrern, Predigern oder auch Imamen. Von Gott führen lassen bedeutet wirklich von Gott führen lassen, nicht von Menschenwort oder geschriebenes Wort. Es bedeutet sich zurückfallen lassen und Gott durch uns handeln lassen.)

Und so vertraute Ich auf meinen Schöpfer. Ich verspürte das Zittern in meinen Knien, während Ich begann die ersten Schritte zu tun. Das hadern mit der Herausforderung wich nicht von mir, doch mein Schöpfer war an meiner Seite und hielt mich fest und so begannen wir zusammen den Berg zu erklimmen. Meter für Meter und Schritt für Schritt.

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